Eine an ethischen Grundsätzen
orientierte Unternehmensführung wird in der modernen transnationalen
Dienstleistungsgesellschaft zunehmend wichtiger, um Organisationen steuern
zu können. Kooperation und Kommunikation in immer komplexeren
Arbeitszusammenhängen sind ohne das Vertrauen auf ein gemeinsames
ethisches Grundverständnis mit hohen Transaktionskosten verbunden. Dieses
Grundverständnis liefert die Basis für die Zusammenarbeit miteinander, für
das Führungsverhalten und dafür, welche gemeinsamen Ziele ein
Unternehmen mit welchen Mitteln anstrebt. Unternehmen und
Organisationen sind zunehmend mit explizit ethischen Fragen konfrontiert,
die nicht nur in internationalen Kontexten, begünstigt durch abweichende
Normen und Rechtslagen (Arbeitsrecht, Umwelt- und Sozialstandards etc.),
sondern auch durch einen Rückgang allgemeinverbindlicher (ethischer)
Werte- und Verhaltensorientierungen in unserer Gesellschaft entstehen.
Wozu Entwicklungen dieser Art in letzter Konsequenz führen und welche
Haftungsrisiken und Schäden insbesondere aus einem Mangel an moralischer
Integrität für Organisationen erwachsen können, haben die
Wirtschaftsskandale der letzten Jahre eindrücklich gezeigt.
Hinzu kommen wachsende
Anforderungen der unterschiedlichen Anspruchsgruppen (stakeholder) an
Organisationen – angefangen vom anspruchsvollen High-Potential über
kritische Kunden, Konsumenten und einen steigenden Legitimationsdruck
seitens der Öffentlichkeit bis hin zu verunsicherten Anlegern und
Investoren. „Corporate Ethics“ steht
für den umfassenden Ansatz, den genannten Herausforderungen durch
unternehmerische Selbstverpflichtung in Verbindung mit geeigneten
organisationsspezifischen Maßnahmen und Instrumenten proaktiv und wirksam
zu begegnen. Was
„Corporate Ethics“ leistet Eine an ethischen
Grundsätzen orientierte Unternehmensführung fördert die Unternehmensintegrität auf individueller wie institutioneller Ebene
· zur Prävention von Wirtschaftskriminalität und ethisch unangemessenem Verhalten · zur Vermeidung kostenträchtiger Image- und Reputationsschäden · als Grundlage eines proaktiven Managements von Risiken aus ethischem/menschlichem Fehlverhalten im Sinne von KonTraG · zur Verwirklichung eines substanziellen „Good Corporate Governance“-Ansatzes Ein
bewusstes Management von ethischen Fragen im Unternehmen bietet ein
solides Fundament für ein
„stakeholder balanced Management“ im Sinne des Leitbilds der
Nachhaltigkeit und der wohl verstandenen Unternehmensverantwortung (Good
Corporate Citizenship/Corporate
Responsibility) · durch einen ethisch reflektierten Umgang mit stakeholder-Interessen und deren Legitimitätsprüfung · in Form von unternehmensspezifisch zugeschnittenen, ethisch begründeten CSR-Konzepten, die auch die Grenzen unternehmerischer Verantwortung berücksichtigen · zur Förderung von „Business Excellence“ im Sinne des EFQM-Modells Der Standard WMS(ZFW) des Zentrums für Wirtschaftsethik (pdf-Dok) |