Definition
Inkubator
Brutkasten. Eindeutschung des englischen Incubator (ursprünglich aus dem
Medizinbereich von lateinisch incubare = auf etwas liegen, sich niederlegen,
bebrüten). Inkubatoren sollen Startups in Rekordzeit marktfähig machen
(hochpäppeln). Die medizinische Bedeutung wurde auf die Wirtschaft
übertragen. Inkubatoren sind physische Orte, wo Startups die Infrastruktur
gestellt bekommen, die sie sich alleine nicht, oder nicht schnell genug,
leisten könnten. Dazu zählen Büroräume, Kommunikationstechnik, Beratung
durch Consulting-Unternehmen, Coaching durch erfahrene Unternehmer, die oft
auch als Business-Angels fungieren und die Möglichkeit, schnell auf
wechselnde Expertenteams zuzugreifen. Die Gegenleistung ist entweder Geld
oder Anteile.
Sehr früh, bereits in den 60ern, wurde das Inkubator-Modell vom
israelischen Staat zur Wirtschaftsförderung angewandt. Über diesen Ansatz
berichtet Shmuel Yerushalmi in einem Interview in "Big Changes".
Da Israel so gut wie keine natürlichen Rohstoffe besitzt, setzte die
Regierung mithilfe der Inkubatoren auf die Entwicklung von High-Tech-Firmen.
Hierzulande gehen Inkubatoren zumeist auf die Initiative von
Privatinvestoren, Venture-Capitalists, zurück. Einen
Real-Life-Erfahrungsbericht aus einem deutschen Inkubator liefert das
Tagebuchprojekt von "changes.de". Das fünfköpfige Team aus dem
Startup Campus in Frankfurt berichtet hautnah über seinen Traum, ein
Unternehmen zu gründen.
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