Bickmann & Collegen nutzt das Managementsystem nach EFQM - warum?1.
Der Begriff „Managementsystem“ Der Begriff Managementsystem gehört heute zu jenen
Begriffen, die zwar häufig gebraucht werden, wobei aber nicht sicher ist,
ob die beteiligten Gesprächspartner auch tatsächlich alle dasselbe
darunter verstehen. In den meisten Fällen werden die Gesprächspartner
aus der Unternehmenspraxis an die zertifizierbaren Qualitäts- und
Umweltmanagementsysteme der ISO 9000 und ISO 14000 denken. Nähert man sich dem eher vagen Begriff analytisch, so wäre
zunächst zu klären, was mit Management gemeint ist. Im Rahmen des alltäglichen
Sprachgebrauches der Wirtschaft ist damit gemeinhin die Leitung eines
Betriebes, einer Unternehmung oder allgemein einer Organisation bzw. einer
Organisationseinheit gemeint. Einige Quellen erweitern dies um den Zusatz
„unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten“. Dies ist jedoch im
Bereich der nonprofit-Organisationen nicht von vorrangiger Relevanz. Es
geht also im weitesten Sinne eher um das Führen und Leiten als solches. Dieselbe Frage nach der Bedeutung wäre für den Begriff
System zu stellen. In den gängigen Nachschlagwerken findet man dafür
Erklärungen wie Aufbau, Gefüge, Gesamtheit, gegliedertes, geordnetes
Ganzes. Der für Managementsystem oft synonym verwendete Begriff Führungssystem
erhält so bereits eine gewisse Kontur. Die Erklärung, dass unter
Managementsystem eine formal verankerte Systematik für die Gestaltung,
Lenkung und Entwicklung einer
Organisation verstanden werden sollte (vgl. M. Schwaninger,
Managementsysteme, Campus, 1994), erscheint unmittelbar einleuchtend. Ein
Managementsystem beantwortet offensichtlich die Frage, wie ein Geschäft
pragmatisch betrieben werden soll. 2.
Sinn und Zweck von Managementsystemen Der Zweck eines Managementsystems liegt darin, durch
strukturelle Vorkehrungen einen grundlegenden Beitrag zu einer möglichst
weit in die Zukunft reichenden Sicherung der Lebensfähigkeit und
Entwicklung der Unternehmung zu leisten (vgl. M. Schwaninger a.a.O.). Der
Aspekt der strukturgebenden planerischen Führung einer
Organisationseinheit unter dem Begriff Managementsystem bleibt trotz
dieser Erklärungen weiträumig, so dass die oben genannte Vielfältigkeit
des Verständnisses des Begriffes nicht wesentlich eingeschränkt wird.
Darüber hinaus werden vielfach Instrumente zur Führung von Teilbereichen
wie die des Finanz- und Rechnungswesens oder Managementfunktionen wie
Planungsmodalitäten, Controlling oder auch Werkzeuge wie
Projektmanagement unter dem Begriff Managementsystem subsumiert.
Es scheint daher für die weitere zweckgerichtete Betrachtung
richtig, ein Gewicht auf den Begriff Führung zu legen. Dies kommt ja
bereits durch das verwendete Synonym Führungssystem zum Ausdruck. 3.
Ableitung einer Definition Sieht man also den Führungsaspekt im Vordergrund, so kann
der entsprechende Führungsprozess als Lenkungsprozess und Regelkreis mit
den Phasen: Entscheiden – Ingangsetzen – Kontrollieren dargestellt
werden (vgl. M. Schwaninger, a.a.O.). Die kybernetische Sichtweise (Lehre der technischen u. biologischen Steuerungs- und
Regelungsvorgänge) auf ablauforganisatorische Regelkreise einer
Unternehmung läßt folgende Elemente entstehen: ·
Input =
Produktionsfaktor, ·
Regelstrecke
= Prozess, ·
Stellgröße
= Vorgabe oder Sollwert bzw. Korrektur, ·
Regler =
Lenkungs- oder Steuerungsinstanz, z.B. Führungskraft, ·
Messfühler
= Istwert-Aufnahme, ·
Output =
Leistung. In der Kybernetik zweiter Ordnung ist die Steuerungsinstanz
selbst Bestandteil des Systems. Kybernetisch gesehen handelt es sich dann
um einen selbststeuernden, selbstreferenziellen Regelkreis. Diese
Sichtweise entspricht dem realen Bild sozialer Systeme, in dem eigene
Ziele selbstständig verfolgt werden, eher, als eine technokratische
Sichtweise, bei der die Regelungsinstanz außerhalb des Systems des
Regelkreises steht. Begriffe
wie Autonomie, Selbstorganisation und Selbstmotivation befinden sich in
der erstgenannten Sichtweise im widerspruchsfreien Zusammenhang. Der
Einbezug eines Managementsystems und insbesondere der dadurch agierenden
Manager in ihrem Selbstbild in das System als wirkender Bestandteil
der Organisation ist eine wichtige Voraussetzung zur Optimierung des Führungsverhaltens. Um Management im Sinne von Führung systematisch wahrnehmen
zu können, ergeben sich gewisse Anforderungen an ein Managementsystem. Im
Rahmen der Regelkreislogik müssen die Funktionen ·
Wahrnehmung, ·
Erkenntnisgewinnung
(Voraussicht), ·
Orientierung, ·
Strukturierung
und ·
Steuerung
und Regelung wirksam erfüllt sein ( vgl. M. Schwaninger, a.a.O.), um als
Managementsystem gelten zu können. Besonderer Beachtung bedarf der hier erstmalig genannte
antizipatorische Aspekt, da Steuer- oder Regelkreise üblicherweise
lediglich vergangenheitsbezogen, also nach Eintritt der Störung,
korrigierend wirken. Um der Anforderung „möglichst-weit-in-die-Zukunft-wirkend“
zu genügen, ist dieser Aspekt prinzipiell erforderlich und hat z.B. auch
im Rahmen des Themas Risikomanagement seine Berechtigung. 4.
Was ist wichtig für Bickmann & Collegen? Wechselwirkungen
zwischen Kultur und Managementsystem Bei der Analyse bestehender Unternehmenskulturen ist die
Klassifizierung des Managementsystems des Unternehmens oder der
verschiedenen dort angewendeten Instrumentarien ein wichtiger Indikator für
die kulturelle Ist-Situation der betrachteten Organisation. Der jeweilige
Reifegrad des Unternehmens lässt ebenfalls Rückschlüsse auf die
bestehende Unternehmenskultur zu. Gomez
und Zimmermann beschreiben vier typische Organisationsstrukturen,
die ein Unternehmen in seinen Lebensphasen durchläuft: Es sind die Phase
des Pionierunternehmens, des Wachstumsunternehmens, des Reifeunternehmens
und die des Wendeunternehmens (siehe P. Gomez/ T. Zimmermann,
Unternehmensorganisation, Campus, 1993 ; vgl. auch E.H. Schein,
Unternehmenskultur: Ein Handbuch für Führungskräfte, Campus, 1995, S.
205). Die Beschreibung ist ein diagnostisches Hilfsmittel . Die Phasen
werden in diesem Modell nacheinander durchlaufen, jedoch ist die
Verweildauer in den Phasen individuell unterschiedlich. Weil die
Organisationsstruktur eng verbunden ist mit dem von ihr geprägten Führungssystem,
ist es logisch, dass auch Führungssysteme Entwicklungsphasen durchlaufen,
die zum jeweiligen Reifegrad der Organisation passen müssen –
zumindest, wenn sie „funktionieren“ sollen. Da wir es bei Unternehmungen mit Sozialsystemen zu tun haben,
in deren Zentrum sich der Mensch bewegt, muss für deren Befindlichkeit
ein Kontinuum gefunden werden: die Unternehmenskultur besteht aus der
Gesamtheit aller Grundannahmen, Normen, Wertvorstellungen und
Denkhaltungen der Menschen in einer Organisation. Dies bestimmt ihre
Verhaltensweise und prägt das Erscheinungsbild der Organisation (vgl. Bickmann,
Chance: Identität, 1999). Die Menschen bringen unter anderem mit dem
angewendeten Managementsystem – so sie denn eins verwenden – das
Erscheinungsbild ihrer Organisation zum Ausdruck. Beispiel: Kosten- versus nutzenorientierte Kulturprägung.
Die Aufmerksamkeit, die die Führung auf bestimmte Aspekte des Wertschöpfungsprozesses
(vgl. Bleicher, Das Konzept Integriertes Management, Campus, 1992, S.171)
richtet, manifestiert sich u.a. auch in den bevorzugten
Managementinstrumenten und im Managementsystem. Einige
Unternehmenskulturen sind geprägt von Instrumentarien fortwährender
Reduzierung des mengen- und wertemäßigen Einsatzes von
Produktionsfaktoren. Typisch im Entwicklungsverlauf ist vielfach, dass zunächst
temporäre Kostensenkungsprogramme zu sogenannten Wertmanagementsytemen
(Wert im Sinne von Geldwert) weiterentwickelt wurden. Die damit
einhergehende Kulturentwicklung verläuft entsprechend und hat den Einsatz
und den Ausbau bestimmter Instrumentarien begünstigt. Die Kulturausprägung
ist meistens rationalisierungsgetrieben, Rechnungswesen und Controlling
sind eher dominant und Investitionen werden primär als Kapitaloptimierung
gesehen. Menschen, die den Kundennutzen als primären Antriebsfaktor ihres
Handelns verstehen und Investitionen unter der Ägide einer längerfristigen
existenziellen Unternehmenssicherung sehen, werden es in diesem
kulturellen Umfeld nicht leicht haben, ihre Ideen umzusetzen. Es ist leicht zu erahnen, welche der beiden Kulturausprägungen
eher zu einem Pionierunternehmen und welche eher zu einem Reifeunternehmen
gehören könnte. Auch die Zuordnung, welche der beiden skizzierten
Kulturausprägungen eher in einem Familienunternehmen und welche eher in
einer anonymen Kapitalgesellschaft anzutreffen ist, fällt nicht schwer.
Diese Darstellung ist sehr „schwarz-weiß-gefärbt“ und in der Praxis
nicht in dieser Einfachheit und Extremausprägung anzutreffen. Sie dient
hier lediglich der Verdeutlichung der Zusammenhänge. 5.
Bedeutung des Managementsystems für die Unter Die bisherigen Ausführungen machen die gegenseitige
Durchdringung von Unternehmenskultur, Organisationsstruktur und
Managementsystem bzw. die Anwendung von Managementinstrumentarien
deutlich. Vielfach verlaufen Entwicklungsprozesse in kleinen Schritten,
und die Anwendung eines neuen Instrumentes oder die Anpassung der
Organisation an neu aufgestellte Erfordernisse lässt sich im Nachhinein
nicht mehr klar begründen. Die Menschen der Organisation stellen
bisherige Entwicklungen nicht in Frage, wenn sie in der Vergangenheit zum
Erfolg geführt haben bzw. wenn die Vergangenheit als Erfolgsgeschichte
wahrgenommen wird. Die selbst erschaffene Innenwelt prägt sie in ihrem
Verhalten und ihren Denknormen (vgl. auch E.H. Schein, a.a.O.). Dies
bringt wieder weitere Entwicklungen von Managementinstrumentarien und
Organisationsformen auf der vorhandenen kulturellen Basis hervor. Dieser
Prozess ist endlos und birgt die Gefahr des Kontaktverlustes zur sich
ebenfalls verändernden Umwelt. Die Bickmann & Collegen Unternehmensberatung hat einen
wichtigen Beratungsschwerpunkt in der Gestaltung der Unternehmenskultur.
Dabei wird der vielfach angenommene Automatismus, „Unternehmenskultur
entstünde einfach so und wäre halt da“ (Zitat eines Kunden zu
Beratungsbeginn) durchbrochen. Unternehmenskultur lässt sich auf vielfältige
Weise gestalten und zielgerichtet entwickeln. Sie ist kein Zufallsprodukt. Durch die gezielte Auswahl beispielsweise eines
Managementsystems und durch Änderungen in der Organisationsstruktur
vollzieht sich die gezielte Entwicklung entweder in kleinen Schritten eher
evolutionär oder in größeren Schritten eher revolutionär – je nach
der Ist-Situation wie beispielsweise der Lebensphase der Organisation und
der Belastbarkeit der Organisation sowie einiger weiterer Einflussfaktoren
der jeweiligen Ausgangslage. Der eingangs dargestellte Gedanke, dass unter
„Managementsystem“ eine formal verankerte Systematik für die
Gestaltung, Lenkung und Entwicklung der jeweiligen Organisation verstanden
werden sollte sowie die erwähnte Regelkreislogik, die ein
kontinuierliches Controlling beinhaltet, macht ein Managementsystem zum
wirksamen Instrument der Unternehmenskulturentwicklung. Im Umkehrschluss
sollte immer bedacht werden, dass die Einführung eines Managementsystems
immer auch eine Beeinflussung der Unternehmenskultur bedeutet und diese prägt.
Da in der Unternehmenskultur die Grundannahmen, Normen, Wertvorstellungen
und Denkhaltungen der Menschen des Unternehmens zum Ausdruck kommen bzw.
verankert sind, ist die Kultur ein Indikator für das mögliche
Widerstandspotenzial, das entstehen kann, wenn Managementsysteme einer
Organisation ohne Berücksichtigung der Kultursituation „übergestülpt“
werden. 6.
Handlungsfelder der CI-Gestaltung im Sinne von
Bickmann & Collegen Wir sprechen bei Bickmann & Collegen von der Gestaltung
der Unternehmensidentität bzw. der Gestaltung der Corporate Identity
(CI). Der Zusammenhang zwischen Unternehmensidentität und Unternehmenskultur besteht darin, dass sich die
Unternehmensidentität aus der Konsistenz zwischen der Unternehmenskultur
und der Art und Weise, in der sich das Unternehmen nach innen und außen
verhält, ergibt. Im Idealfall sind die kulturelle Ausrichtung und das
Auftreten des Unternehmens widerspruchsfrei und konsistent (vgl. Bickmann,
a.a.O.). Die CI-Gestaltung umfasst somit diejenigen Dimensionen und
Werkzeuge, die der Herstellung und Kommunikation dieser konsistenten
Corporate Identity dienen. Dimensionen der Identität einer
Organisation sind Vision, Leitbild, Führungsgrundsätze, Symbolik,
Corporate Language, Corporate Marketing, Corporate Design, Corporate
Controlling. 7.
Anforderungen an ein Managementsystem im Sinne von Bickmann &
Collegen Die kulturprägende Wirkung des verwendeten Managementsystems
selbst ist aus den bisherigen Ausführungen deutlich geworden. Darüber
hinaus besteht die Anforderung, das umfassende Feld der dargestellten
Gestaltungsdimensionen der Unternehmensidentität und damit der
Unternehmenskultur zu managen. Greift man beispielhaft die Dimensionen
Vision, Leitbild und Führungsgrundsätze heraus, so ist hier die
Transferleistung in den Unternehmensalltag gefragt. Dies ist eine
Managementaufgabe, die entsprechend der oben genannten Regelkreislogik
realisiert werden muss und systematisch mit einem Managementsystem
geschehen sollte. 8.
Deckung der Anforderungen mit dem EFQM-Excellence-Modell Das Managementsystem der EFQM (European Foundation for
Quality Management) wird zumeist im Rahmen der Total Quality Thematik erwähnt.
Der Ursprung liegt im Qualitätsmanagement und der Entwicklung der
Philosophie des Total Quality Managements (TQM). TQM ist zu einer
Denkhaltung geworden, mit der eine Organisation geführt und geleitet
werden kann und umfasst die Qualität sämtlicher Geschäftsprozesse einer
Unternehmung. Sehr anspruchsvoll sind in diesem Zusammenhang die
Bewertungskriterien des EFQM Excellence Modells: Einmal jährlich vergibt
die EFQM den European Quality Award (EQA) an ein Unternehmen einer
definierten Klasse. Falls die Bewerber innerhalb einer Unternehmensklasse
nicht die erforderliche Punktzahl erreicht haben, wird der Preis in dem
Jahr nicht verliehen. Doch nicht der Preis ist vorrangiger Nutzeffekt,
vielmehr geht es um das System der neun Kriterien, die alle relevanten
Themenbereiche eines business excellence abdecken. Die Anwendung des EFQM
Excellence Modells basiert auf der Selbsteinschätzung, dem
Self-Assessment, zur Feststellung der individuellen Ausprägung des Grades
der excellence im Bereich jedes Kriteriums. Die Organisation hat die Möglichkeit,
den Status quo der Ist-Situation nachvollziehbar und wiederholbar
festzustellen. Aus dem Vergleich zum Modell (Sollwert) lassen sich
Handlungsfelder der Konsolidierung und der Verbesserung ableiten, deren
Umsetzungserfolg im periodisch stattfindenden nächsten Self-Assessment
festgestellt werden kann. 9.
Die konkrete Bedeutung des EFQM-Modells als Managementsystem bei
der CI-Gestaltung Die Durchgängigkeit der Kriterien, beginnend mit der Führung,
der Politik und Strategie, der Berücksichtigung der Mitarbeiter sowie der
Partnerschaften und Ressourcen, schließlich der Prozesse der Organisation
bis hin zu den Ergebnissen in den Bereichen der Mitarbeiter, der Kunden,
der Gesellschaft sowie entsprechender finanzieller oder anderer Schlüsselergebnisse,
umfassen die wesentlichen Leistungsfelder einer Unternehmung, um im europäischen
Vergleich als ein exzellentes Unternehmen zu gelten. Das Self-Assessment beinhaltet ausgeprägt die
Regelkreislogik von Managementsystemen und den Gedanken der
kontinuierlichen Verbesserung durch eine Form des Controllings, die über
die übliche Beschränkung der rein betriebswirtschaftlichen Betrachtung
weit hinausgeht. Beispielhaft sei hier das Kriterium der Verantwortung
gegenüber der Öffentlichkeit genannt. Beim EFQM Excellence Modell handelt es sich um ein „nonprescriptive
framework“. Die Kriterien bieten eine Grundstruktur und eine Anregung.
Ausdrücklich gefordert wird von den Architekten des Modells, die
Kriterien mit Unternehmensspezifika zu füllen. Nur darin liegt der Sinn
des Modells und nur dies kann zu einem exzellenten Unternehmen führen,
das Aussicht auf eine Auszeichnung hat. Diese Rahmenstruktur des Modells kommt bei Bickmann &
Collegen dem Gedanken der Einzigartigkeit jeder Organisation ebenso
entgegen wie der Denkhaltung, dass es kein universell gültiges
Patentrezept gibt. Für Veränderungsvorhaben jeglicher Art ist
entscheidend, dass eine Eigentümerhaltung entsteht. Durch
unternehmensspezifische Anpassungen gelingt es im Zuge der Einführung
leichter, unvermeidliche Akzeptanzbarrieren, die im Zusammenhang mit Veränderungen
immer auftauchen, niedrig zu halten und schließlich zu überwinden. Ein
Modell bleibt ein Modell - erst durch Aneignung entsteht ein
unternehmensindividuelles Managementsystem. Von Vorteil ist, dass diese
Vorgehensweise bereits im Sinn und Zweck des EFQM Excellence Modells
prinzipiell verankert ist. Ein Managementsystem auf Basis des EFQM Excellence Modells
ist entwicklungsfähig und kann im Zuge der Kulturveränderung als
Initiator, als Katalysator wirken. Es lässt es aber auch zu, durch die
Kultur rückgeprägt zu werden und so zum akzeptierten eigenen Bestandteil
der Organisation zu werden und damit zu einem Träger des Ausdrucks des
Selbstverständnisses der Organisation. Von der Beraterseite her kann
einerseits auf die Ausgangslage der Organisation eingegangen werden und
andererseits ein Entwicklungsprozess mit definiertem Ziel aktiv
angesteuert und controlled werden. Diese Möglichkeiten sowie die
umfassenden Themenfelder der Kriterien unterscheiden das EFQM Excellence
Modell als Managementsystem von anderen Ansätzen und prädestinieren es für
die Realisierung der Transferprozesse, insbesondere bei Fragen der
CI-Gestaltung. Für weitere Fragen steh t Ihnen Dr. Annette Kleinfeld gern unter Tel. 040 / 525 000 23 oder unter annette.kleinfeld@bickmann.de gern zur Verfügung.Weitere Informationen zum Thema:
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