Fusion gut, alles gut?Zur wirtschaftsethischen Relevanz von Mergers & Acquisitions1.
Einführung Fusionen und Firmenkäufe
sind für Unternehmen immer noch ein beliebtes Mittel, um sich im
Wettbewerb zu behaupten und die eigene Markposition zu verbessern. Dieser
Trend ist nicht nur ungebrochen, sondern wird durch die in der
Steuerreform enthaltenen Vergünstigungen sogar noch verstärkt. Trotz
dieser „Fusionitis" gilt immer noch: Die Mehrzahl der Fusionen trägt
nicht dazu bei, den Wert der Unternehmen zu steigern, zumindest wenn man
den Börsenwert als Indikator nimmt. Eine im Mai 2002 von KPMG Deutschland
veröffentlichte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass in nur 38 Prozent der
in den Jahren 1998 bis 2001 untersuchten Fälle ein Anstieg des
Aktienkurses zu verzeichnen war - gemessen jeweils an der Entwicklung
eines Branchenindex.' Das bestätigt erneut internationale Studien der
vergangenen Jahre, die die Erfolgsquote bei Mergers & Acquisitions
zwischen 20 und 40 Prozent beziffern. Ein aktuelles Beispiel ist die
harsche Kritik der Allianz-Aktionäre an der Übernahme der Dresdner Bank.2
Fusionen werden so nicht zum „Zaubertrank", der alle Probleme löst
und strategische Vorteile, Umsatzsteigerungen und Synergien einbringt.
Gerade die „sogenannten Einsparungen aus Synergieeffekten' geben immer
zu millionenschweren Hoffnungen Anlass, werden aber in der Realität gerne
von den viel höheren Kosten durch unkooperative Unternehmenskulturen,
starre Bürokratien und viel Unbeweglichkeit ersetzt."3 Verantwortlich für den
ökonomischen Misserfolg sind Schwierigkeiten im Integrationsprozess,
die wenig mit finanziellen, steuerlichen oder juristischen Faktoren zu tun
haben, die bei Fusionen so peinlich genau überprüft werden. Die größten
Stolpersteine sind vielmehr die vermeintlich „soften" Faktoren
einer Fusion. Der Integrationsprozess kann nur gelingen, wenn er von den
Menschen im Unternehmen unterstützt und vorangetrieben wird. Sie wollen
die in ihrem Unternehmen geprägten Normen, Wertvorstellungen und
Denkhaltungen - kurz ihre Unternehmenskultur - auch nach einer Fusion noch
vorfinden. Die Realität sieht oft anders aus, wenn zwei
Unternehmenskulturen mit je unterschiedlichen Wertewelten
aufeinanderprallen und es Konflikte zwischen differierenden Wert- und
Moralvorstellungen gibt. Spätestens dann stehen auch ethisch relevante
Fragen auf der Agenda. "They don't think there will be any problem
merging our Company cultures."
Courtesy of: Addison Bfanding & Communications
2.
Ökonomische und Unternehmens-Ethik Ethik fragt als
praktische Philosophie nach dem Guten und Richtigen, d.h. nach dem
moralisch legitimen Handeln. Sie versucht, Werte und Prinzipien zu begründen,
die menschliches Verhalten und Interaktion innerhalb eines sozialen
Systems bestimmen sollen. In der Wirtschaftsethik konkretisiert sich
allgemeines ethisches Denken in einem bestimmten Handlungsbereich, also
der Ökonomie. Wirtschaftsethik ist
nichts Neues. Zu Beginn der Moderne, in der Zeit der Industrialisierung,
am Ende des Feudalismus, kurz: vorwiegend an Wendepunkten des bis dahin
etablierten ökonomischen Systems haben sich Philosophen wie Ökonomen -
bis in das 19. Jahrhundert hinein häufig in einer Person vereint —
nicht nur über ein gut funktionierendes ökonomisches System Gedanken
gemacht, sondern auch über die damit verbundenen ethischen Implikationen,
so etwa über das Ökonomisch „Gute" im Sinne des Gemeinwohls. Vor
rund 20 Jahren änderte sich dann der Fokus. Im Vordergrund
wirtschaftsethischer Überlegungen stand nicht mehr die theoretische
Auseinandersetzung mit den Ideologien Kapitalismus, Liberalismus,
Sozialismus oder Marxismus. Die Untersuchungen setzen seitdem in erster
Linie auf der betriebswirtschaftlichen Ebene an - analysiert werden die
ethischen Fragen, die sich aus der betrieblichen Praxis im Unternehmen
ergeben. Als Teilbereich der Wirtschaftsethik ist die Unternehmensethik
ein Thema der Praktischen Philosophie, wird aber längst nicht mehr nur
von Philosophen betrieben. Ökonomen, die in ihrem ökonomischen Handeln täglich
mit ethischen Fragen konfrontiert werden, tragen zunehmend nicht nur zum
wissenschaftlichen Diskurs über Wirtschaftsethik, sondern auch zur
Umsetzung unternehmensethischen Denkens in den Betrieben bei. Ähnlich wie die
Diskussion um die „Managementtheorie" wird die Debatte zur
Unternehmensethik in den USA schon wesentlich länger geführt als in
Europa. Das hat auch dazu geführt, dass Unternehmen auf der anderen Seite
des Atlantiks gerade in Fragen der Implementierung erheblich weiter
fortgeschritten sind: In den USA ist es längst die Regel, dass
Unternehmen ein Integritäts- und Wertemanagement haben und eine Verständigung
auf gemeinsame ethische Verhaltensstandards (Wertekodex, Corporate Code of
Conduct) stattfindet. Das heißt nicht, dass die Amerikaner die
moralischeren Menschen wären. Grund für die im Vergleich zu Europa
schnellere Weiterentwicklung der Unternehmensethik sind vielmehr die
kulturellen und juristischen Besonderheiten der USA.4 Wie wirken sich Kultur
und Rechtsnormen einer Gesellschaft auf betriebswirtschaftliche Fragen wie
strategische Planung, Controlling oder Mitarbeiterführung
aus?
Die Gesellschaftsstruktur der USA ist äußerst heterogen. In ihr sind
viele verschiedene Nationalitäten versammelt, in vielen Städten gibt es
keine klare zahlenmäßige Majorität einer ethnischen Gruppe. In einer
solchen Gesellschaft werden Pluralismus und die Kontingenz aktueller
Lebensentwürfe und Orientierungen zu einem prägenden Merkmal der
Lebenswirklichkeit, das auch auf die Ökonomie nicht ohne Auswirkungen
bleibt. Diese Situation ist in den USA früher eingetreten und - durch die
größere ethnische Vielfalt - radikaler als in Europa. In jedem Unternehmen
der USA arbeiten Menschen mit zum Teil sehr unterschiedlichen
kulturellen Traditionen und demzufolge auch Wertesystemen zusammen. Das
ist ein Nährboden für Konflikte, Missverständnisse und
Kommunikationsschwierigkeiten. Wenn sich ein Unternehmen auf ein
bestimmtes Ziel hin ausrichten, sein Handeln auf dieses Ziel hin steuert
und ständig optimieren will, führt an einer genaueren Betrachtung der
Werte der Mitarbeiter und der durch diese gemeinsam getragenen
Unternehmenskultur kein Weg vorbei. Der viel beschriebene Wertewandel geht
so nicht nur Politik, die Kultur des Landes und die Gesellschaft als
solche an, sondern betrifft gleichermaßen Unternehmenspolitik und
Unternehmenskultur bis hin zur Existenz des Unternehmens selbst. Daher
kommt auch Unternehmen die Aufgabe zu, Normativität herzustellen, sich
darüber klar zu werden, was die Werte der Mitarbeiter sind und die des
Unternehmens sein sollen. Und das nicht nur aus Sicht des Top-Managements,
sondern auch unter Berücksichtigung der Stakeholder-Interessen. Wenn
dieser Klärungsprozess stattgefunden hat, gilt es schließlich, die Werte
des Unternehmens zu formulieren und umzusetzen. Die definierten Werte müssen
verhaltenswirksam werden und sich in der täglichen Praxis bewähren. Nur
dies ermöglicht in der diversifizierten Unternehmenswelt eine
einheitliche strategische Steuerung. Unternehmen stehen also vor einer
eindeutig ethischen, das heißt normsetzenden Aufgabe. Die ethische Frage nach
dem guten Handeln im ökonomischen Kontext - allem voran als Frage nach
einer auch LEGITIMEN Verfolgung unternehmerischer Ziele - drängt sich vor
allem dann auf, wenn das Unternehmen als Akteur ethisch fragwürdig
handelt, wie z.B. in regelmäßig bekannt werdenden Wirtschaftsskandalen
(aktuell die Beispielfälle Nitrofen-Skandal oder Schmider-FlowTex,
generell und in wachsendem Maße Wirtschaftskriminalität aller Art,
Vitaminskandale, Verschleierung von Produktrisiken, Kartellbildungen und
Preisabsprachen oder Umweltdelikte). Für amerikanische Unternehmen stehen
ethische Fragen selbst jedoch zunächst gar nicht im Vordergrund, sondern
vielmehr die Abwendung finanzieller Schäden. Schließlich können von
Unternehmen Geschädigte in den USA nicht nur sehr hohe
Schmerzensgeldsummen erstreiten, sondern das Unternehmen kann für
wirtschaftskriminelles Handeln von einzelnen Angestellten zu
empfindlich
hohen Geldstrafen - durchaus dreistellige Millionensummen - verurteilt
werden. Auf diese Weise werden innerbetriebliche ethische Probleme ganz
konkret in der Bilanz spürbar. Handeln Mitarbeiter
wirtschaftskriminell, zieht das nicht nur durch die Handlung direkt
verursachte Einbußen und die zum Teil empfindlichen Strafen nach sich,
sondern auch eine negative Reputation - bei Kunden, Lieferanten und in der
Öffentlichkeit. Ein hochaktuelles
Beispiel ist der Fall der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Arthur
Andersen. Hier hatten Wirtschaftsprüfer im sogenannten „Enron-Fall"
Bilanzen gefälscht und Akten vernichtet. Die amerikanische Gesetzeslage
macht es wie gesagt möglich, dass das Unternehmen für das kriminelle
Verhalten seiner Manager bestraft wird. Mitte Juni 2002 sprach ein
Gericht in Houston die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft der Behinderung
der Justiz schuldig. Damit wurde dem Unternehmen faktisch die
Existenzgrundlage entzogen. Lapidar teilte die Unternehmensleitung mit:
„Der Spruch der Geschworenen wird die Bilanzprüfungstätigkeit der
Firma beenden."5 Damit folgte auf den Vertrauensverlust
der Öffentlichkeit und den Exodus der Kunden aus einem Kriminalfall das
Aus eines Unternehmens mit ehemals 27.000 Beschäftigten. Darüber hinaus
hatte der Fall Andersen/Enron auch eine internationale Dimension: In den
meisten anderen Ländern mussten die Andersen-Tochtergesellschaften mit
Konkurrenten fusionieren - eine nicht minder problematische Lösung. Es
wird interessant sein zu beobachten, ob aus Fehlern Konsequenzen gezogen
werden und zukünftig ein umfassendes Wertemanagement in Wirtschaftsprüfungsgesellschaften
implementiert wird. Die Anreize dafür sind
in Amerika definitiv vorhanden. Die Business-Ethics-Diskussion in den USA
erfuhr durch die U.S. Federal Sentencing Commission Guidelines von 1991
einen weiteren Aufschwung. In Kapitel 8 (Sentencing of Organizations) ist
folgendes festgeschrieben: Kann ein Unternehmen nachweisen, dass es sich
um die Förderung der Integrität ihrer Mitarbeiter gekümmert hat, um die
Implementierung und Einhaltung wirtschaftsethischer Standards bemüht war
und so wirtschaftskriminellem Handeln vorgebeugt hat, ist das nicht nur
vorbildlich, sondern mindert zugleich die Summe der für die
wirtschaftskriminelle Handlung zu entrichtenden Geldstrafe.6
Ein umfassendes Wertemanagement hat also bei einem Rechtsbruch Einzelner
einen unmittelbaren Nutzen. Die Erfahrung der
Unternehmen in den USA hat gezeigt, dass sich die Einhaltung der
rechtlichen Standards ohne ein umfassendes Ethik-/Werte-Management nicht
realisieren
läßt.7 So kamen ethische Überlegungen nicht nur über die
moralische Verfasstheit der menschlichen Person, ihrer Selbstwahrnehmung
als in einem Sollen stehendes Wesen und ihren eigenen Werthaltungen und
Kultur in die Ökonomie, sondern zusätzlich durch externe,
ordnungspolitisch verankerte Anreize in Gestalt der Federal Sentencing
Guidelines.8 Unternehmensethik beschäftigt
sich mit der grundsätzlichen Frage des Verhältnisses von Gewinn und
Moral. Das Unternehmen ist zunächst seinen Kapitalgebern verpflichtet
und schuldet im Sinne der „reinen" ökonomischen Theorie der
Gesellschaft einen maximalen Gewinn zum Nutzen aller. Diese Position, wie
z.B. von Milton Friedman und ähnlich auch im reinen Shareholder-Ansatz
vertreten, übergeht jedoch die Möglichkeit von Konflikten zwischen
widersprüchlichen Interessen und Werten, bzw. löst diese zur
Gewinnmaximierung hin auf.9 Nimmt man die Interessen der von
den Entscheidungen des Managements Betroffenen durch den
Stakeholder-Ansatz mit hinein in das ökonomische Kalkül, wird das
Grundproblem einer jeden Unternehmensethik deutlich. Es kommt schnell zu
Interessenkonflikten der verschiedenen Stakeholder: So sind die
Kapitalgeber an der Mehrung des von ihnen für die Unternehmung
bereitgestellten Kapitals interessiert, gesellschaftliche
Interessengruppen und NGOs (non-governmental-organisations) zum Teil an völlig
anderen Inhalten und Zielen. Aufgabe der Unternehmensethik ist es dabei,
„zur Lösung des Konflikts von Gewinn und Moral in einer ethisch begründbaren
sowie ökonomisch implementierbaren Form beizutragen."10 Im Rahmen einer
praxisbezogenen Unternehmensethik oder „Corporate Ethics" werden
heute Maßnahmen, umfassende Ethik-Programme und - Managementsysteme
entwickelt, die es Unternehmen erlauben, den wachsenden ethischen
Herausforderungen adäquat zu begegnen. Die ethisch relevanten Themen, die
es dabei zu managen gilt, reichen von der Prävention von
Wirtschaftskriminalität wie Betrug, Bestechung, Unterschlagung,
Industriespionage etc. (Integritäts- und ethisches Risikomanagement) über
die Verständigung auf gemeinsame ethische Verhaltensstandards
(Wertekodex, Code of Conduct) oder den Umgang mit branchenspezifischen
ethischen Fragen (z.B. im Bereich Biotechnologie) bis zu den zentralen
Fragen nachhaltigen Wirtschaftens (ökologische und soziale Verantwortung,
Good Corporate Citizenship, Implementierung von global verbindlichen
Umwelt- und Sozialstandards wie SA 8000). Dabei gewinnt ein
umfassendes Ethik- und Wertemanagement als Prävention von
Wirtschaftskriminalität im Unternehmen - nicht zuletzt vor dem
Hintergrund entsprechender Initiativen von NGOs wie Transparancy
International oder der internationalen OECD-Richtlinien dazu - auch in
Europa immer mehr an Bedeutung. Aufgabe der Forschung ist es, dafür auch
die theoretischen und konzeptionellen Grundlagen zu schaffen. In der
Diskussion um Wirtschaftskriminalität geht es vor allem darum, eine klare
Abgrenzung zwischen Faktoren zu erreichen, die auf der Ebene des
Individuums liegen und solchen, die auf der organisationellen Ebene
angesiedelt sind. Die wissenschaftliche
(kriminologische wie wirtschaftspsychologische) Forschung zu diesem
speziellen Kriminalitätsbereich konnte bis in die 90er Jahre hinein
wenige empirische Untersuchungen aufweisen. Die vorliegenden Studien sind
größtenteils deskriptiv (Kriminalstatistiken, Fallaktenanalysen u.a.),
Untersuchungen an verurteilten Wirtschaftskriminellen gibt es ausschließlich
im angelsächsischen Sprachraum. Eine jüngst durchgeführte Studie an
verurteilten Wirtschaftskriminellen in Justizvollzugsanstalten in
mehreren deutschen Bundesländern versucht mit einem integrierten Ansatz
Werthaltungen und weitere Persönlichkeitsstrukturen von psychologischer
wie wirtschaftsethischer Seite zu beleuchten." 3.
Transnationale Mergers & Acquisitions-Prozesse und ihre ethisch
relevanten Fragen Zur Unternehmensethik
gibt es verschiedenste Ansätze. Die oben dargestellte Grundfrage ist
allen Unternehmensethiken gleich, die Antworten auf diese differieren
jedoch erheblich. Allein im deutschsprachigen Raum gibt es eine Vielzahl
verschiedenster Positionen. So fokussiert einerseits Karl Homann in seiner
„ökonomischen Moralbegründung" vorwiegend die Rahmenordnung'2,
wohingegen die Position Peter Ulrichs13 klar von einem
diskursethischen, die Unternehmen als „Corporate Citizen" selbst
verpflichtenden Zugang zur Unternehmensethik geprägt ist. International
betrachtet stellt sich die Vielfalt der unternehmensethischen Positionen
noch ausgeprägter dar. Mehr noch als die theoretischen Positionen
differieren jedoch deren praktische Anwendungen in den Unternehmen selbst.
Weltweit gesehen existieren höchst unterschiedliche Zugänge zur
Unternehmensethik, zur Entwicklung von Ethik-Management-Systemen sowie zu
einem ethisch fundierten Risiko- und Integritätsmanagement. So entstehen
leicht Ein Beispiel ist die
Fusion von Daimler Benz und Chrysler: Die Klage des Großaktionärs Kirk
Kerkorian wegen der offenkundig gewordenen Unaufrichtigkeit von
Daimler-Chef Jürgen Schrempp bezüglich der Hintergründe der Fusion mit
Chrysler, stützte sich auf die Corporate Principles des Konzerns, in
denen von Transparenz und Ehrlichkeit gegenüber allen Stakeholdern die
Rede ist. Das Beispiel zeigt, dass die unternehmensethisch schon etwas länger
sensibilisierten Amerikaner - ob als Konsumenten oder Shareholder - die
Einhaltung postulierter firmeneigener ethischer Grundsätze sehr ernst
nehmen und einfordern. Dies erfolgt üblicherweise durch ihr Kauf- und
Investitionsverhalten, im geschilderten Fall sogar vor Gericht. Richtet sich ein
Unternehmen in seiner strategischen Planung an einer Vision, Mission und
einem Wertekodex aus und bemüht sich darum, auf dieser Basis seine
Unternehmensidentität und -kultur bewusst zu entwickeln, gibt es sich
nicht nur eine langfristige Planung und Ausrichtung, sondern begibt sich
auch in eine „Gefahr": Denn diese Inhalte werden in der Regel in
Form eines Leitbildes und/oder eines Code of Conduct nach innen und außen
kommuniziert. Als solche erschöpfen sie sich nicht in der klassischen
Erscheinungsform einer Hochglanz-Broschüre, der nicht selten das
Schicksal „gelesen, gelacht, gelocht" widerfahrt. Vielmehr können
und sollen ethisch relevante Inhalte von intern wie von extern
eingefordert werden, wie im o.a. Fall von DaimlerChrysler geschehen.
Deshalb ist es von zentraler Bedeutung, dass Wertekodex, Leitbild und Code
of Conduct im Unternehmen professionell und mit der gebotenen
Ernsthaftigkeit implementiert werden, um auch de facto als verbindlicher
Handlungsrahmen für Mitarbeiter und Management zu gelten.14 Was ein einzelnes
Unternehmen mit einem Standort oder mehreren Standorten innerhalb eines
Landes durch Visions-, Missions- und Werte-Entwicklung bis hin zum
gelebten Leitbild erreichen will - eine gemeinsame, identitätsstiftende
Orientierung - gilt für international agierende Unternehmen in verschärfter
Weise. In einem transnationalen Unternehmen treffen verschiedenste
Wertewelten aufeinander, die unter ein Dach gebracht werden müssen, um
eine gemeinsame strategische Ausrichtung entwickeln und umsetzen zu können. Auch im Falle eines
Mergers & Acquisitions-Prozesses stehen die betroffenen Unternehmen
vor einer neuen Ausgangslage, die eine entsprechende Neuausrichtung
erforderlich macht - in besonderem Maße dann, wenn der Zusammenschluss
transnational
erfolgt. Der zentrale Problempunkt liegt dabei in den Unternehmenskulturen
der Unternehmen, die die Fusion planen. Unter
Unternehmenskultur versteht man die Gesamtheit aller in einem Unternehmen
wirksamen Basisannahmen, Normen, Werte, Denkhaltungen und Umgangsformen,
die das Verhalten der Mitarbeiter und dadurch das Erscheinungsbild des
Unternehmens nach innen und außen prägen. Weil diese Faktoren zwar die
Unternehmensrealität in entscheidender Weise definieren, andererseits
jedoch den Akteuren größtenteils nur unvollständig bewusst sind, bedarf
es einer entsprechenden Sensibilisierung und einer erprobten Methodik, um
die verschiedenen Dimensionen einer Unternehmenskultur adäquat
beschreiben und zielführend gestalten zu können.
Abbildung 2: Der ,Kultur-Eisberg', zu diagnostizierende Ebenen der Unternehmenskultur Das Modell des Eisbergs
in Abbildung 2 symbolisiert dieses Phänomen „Unternehmenskultur",
das sich danach in drei Ebenen differenzieren lässt: in die materiellen
Phänomene (optische, sprachliche, instrumentelle Erscheinungen wie
Raumgestaltung, Kleidung, Arbeitszeitregelung etc.), in die immateriellen
Phänomene (Normen, Werte, ethische Grundhaltungen, Einstellungen,
Interessen etc.) sowie in die Basisannahmen (Welt- und Menschenbild einer
Organisation). Diese Ebenen bilden zusammen ein komplexes Gefüge von
Interdependenzen, wobei die kulturprägende Bedeutung der einzelnen Ebenen
nach unten hin zunimmt. Die Nicht-Beachtung dieser Tiefenstrukturen hat
oft gerade im Falle von Mergers & Acquisitions das Scheitern eines
Zusammenschlusses zur Folge, denn Hinzu kommt, dass sich
Unternehmenskulturen im Verlauf der Unternehmensgeschichte zu etwas
Einzigartigem entwickeln. Sie sind daher nicht mit jeder anderen
Unternehmenskultur von vornherein kompatibel. Aus dieser Perspektive dürfte
die Relevanz von shared values als zentraler Bestandteil der kulturprägenden
„Tiefenstruktur" eines Unternehmens für den Erfolg von Mergers
& Acquisitions schnell ersichtlich sein. 4.
Shared Values als Erfolgsfaktor gelingender Firmenzusammenschlüsse Gemeinsame Werte (Shared
Values) sind als „immaterielle Phänomene" der Unternehmenskultur
ein wichtiger Erfolgsfaktor für eine erfolgreiche Zusammenführung von
Unternehmen. Eine gelebte gemeinsame Werteorientierung ist als Basis einer
vertrauensvollen Zusammenarbeit nach einer Fusion ein wichtiger Baustein
einer perspektivisch erfolgreichen Unternehmensentwicklung. Deshalb sollte
bereits vor einer Fusion geprüft werden, ob die potentiellen Partner im
Hinblick auf ihre unternehmenskulturellen Voraussetzungen und ihre
Werteorientierungen überhaupt zueinander passen. Gefordert ist neben der
klassischen Due Diligence auch eine CULTURAL Due Diligence. Die klassische Due
Diligence bleibt von zentraler Bedeutung. Es ist unbestritten wichtig,
einen potentiellen Merger nach organisationalen, betriebswirtschaftlichen
und juristischen Aspekten zu prüfen, unternehmerische Kennzahlen, rechtliche
Verpflichtungen oder verborgene Altlasten genauestens zu untersuchen.
Dennoch scheitern Fusionen, bei denen all dies durchgeführt wurde. Der
erhoffte Erfolg bleibt aus. Marktposition, Umsatzzahlen und Shareholder
Value steigen nicht, die erwarteten .Synergien' kommen nicht zur Wirkung.
Es ist also offensichtlich, dass die Prüfung der üblichen Kriterien
zwar notwendig aber nicht hinreichend ist. Durch Einbeziehen der
Unternehmenskultur wird eine weitere entscheidende Dimension berücksichtigt,
die sich eben nicht in Kennzahlen und Paragraphen abbilden lässt. Die
Kultur mit ihren genannten unternehmensethischen Implikationen ist es
jedoch gerade, die für die Kooperationsbereitschaft der Mitarbeiter und
damit für die Realisierung von Synergieeffekten entscheidend ist. Diese
Erkenntnis hat sich in einigen Fällen auch bereits durchgesetzt.
International tätige Unternehmen wie die Deutsche Bank, die Dresdner
Hypovereinsbank, BASF und TUI prüfen „übergeordnet und unerlässlich
[...], ob die beiden Wertesysteme ausreichend übereinstimmen. Im Fall
der Akquisition von Bankers Trust durch die Deutsche Bank hat uns eine frühzeitige
Untersuchung mit positivem
Ergebnis
die gewünschte Sicherheit gegeben, den richtigen Partner gefunden zu
haben."15 Die Unternehmenskultur
prägt das soziale System Unternehmen und das Verhalten seiner
Mitarbeiter, während sie selbst wiederum von diesen Faktoren getragen
wird. Dadurch erweist sich die Unternehmenskultur als wichtiges Instrument
der strategischen Steuerung im Mergers & Acquisitions-Prozess. Durch
eine bevorstehende oder durchgeführte Fusion entstehen bei Mitarbeitern
Unsicherheiten bezüglich der Veränderungen oder der Sicherheit des
eigenen Arbeitsplatzes. Daraus können Orientierungslosigkeit, mangelndes
Commitment zum dann neuen Unternehmen oder der Unternehmensgruppe,
Motivationsrückgang und verstärkte Bürokratisierung entstehen. Wird der
Mergers & Acquisitions-Prozess jedoch durch Cultural Due Diligence
begleitet, können schon im Vorfeld der Grad der Kompatibilität der
beiden Unternehmenskulturen geprüft, eventuell notwendige
Kulturinterventionen durchgeführt und die Mitarbeiter entsprechend
eingebunden werden. So können die oben beschriebenen negativen Effekte
der Fusion vermieden werden. Die Entscheidung zur
Fusion sollte durch eine Analyse der kulturellen Integrationsfähigkeit
der fusionierenden Unternehmen unterfüttert sein. Das steigert die
Akzeptanz bei den Mitarbeitern. Das Fusionsargument
„Unternehmenskultur" kann die Akzeptanz und 4ie Unterstützung
dieser Entscheidung steigern, weil sie einer rein ökonomischen
Argumentation einen gewichtigen Aspekt hinzufügt. Anschließend an diese
Analyse sollte ein Konzept für ein umfassendes integratives
Wertemanagement erarbeitet werden. Fehlen im Vorfeld des
Zusammenschlusses Analyse und Ansätze für ein Wertemanagement dieser
Art, wird die Einführung im ohnehin schon unternehmenskulturell
hochsensiblen Fusionsprozess deutlich schwieriger, bleibt aber für den
Erfolg des Prozesses unverzichtbar. Im einen wie im anderen Fall sollte es
das Ziel sein, die Mitarbeiter möglichst schnell in den
unternehmenskulturellen Integrationsprozess einzubeziehen. Durch die Cultural Due
Diligence lässt sich der M&A-Prozess von vornherein problemloser
gestalten und die erwarteten positiven Effekte können nachhaltig
generiert werden. 5.
Cultural Due Diligence und integratives Wertemanagement - Ansätze,
Methoden, Erfahrungen Im Prozess der Cultural
Due Diligence werden zunächst die unterschiedlichen Kulturen und
Wertewelten der beteiligten Unternehmen analysiert. Diese Kulturdiagnostik
ist ein von sozialwissenschaftlichem Methodenrepertoire getragener
diagnostischer Prozess, der sich den Gütekriterien der Objektivität,
Reliabilität und Validität verpflichtet weiß und so die hohe Qualität
der durchgeführten Diagnostik sichert. Elemente der Diagnostik sind dabei
Befragungen (schriftlich oder online), Mitarbeiterinformationssysteme,
Kommunikationsanalysen, Interviews (Einzel-, Gruppen-, Tiefen-,
qualitative), Mystery-Tests, Soziometrie, Zeitanalysen bei Führungskräften,
qualitatives Beobachten sowie 360°-Befragungen. Untersucht werden
jeweils die Kulturen aller an einem Merger beteiligten Unternehmen. Dabei
werden Kulturprofile abgeleitet, eventuelle unternehmenskulturelle
Divergenzen erkannt und eine Fusionsempfehlung unter Berücksichtigung der
Chancen und Risiken des weiteren Fusionsprozesses abgegeben. Wenn aus
unternehmenskultureller Sicht durch die Cultural Due Diligence, die
bereits eine Kultur- und Wertediagnostik beinhaltet, grünes Licht für
eine Fusion gegeben ist, kann das Prozessdesign für ein integratives
Wertemanagement gestaltet werden. Ziel ist es, einen Handlungskatalog und
Managementinstrumente zu entwickeln, die in einem Prozess das Zusammenführen
unterschiedlicher Wertewelten ermöglichen und den Boden für eine neue
Unternehmenskultur schaffen, in der sich die Mitarbeiter der beteiligten
Unternehmen integriert und nicht "übernommen" fühlen (Vgl.
Abbildung 4). Wesentliche Hebel eines
integrativen Wertemanagements und strukturelle Elemente der
Unternehmenskulturgestaltung sind Vision, Leitbild und Verhaltenskodex: In diesen grundlegenden
Strukturelementen der Identitäts- und Kulturgestaltung (Vgl. Abbildung 3)
sollten sich die Werte des Unternehmens wiederfinden. Unternehmerische
Leitwerte geben die ökonomische wie ethische Ausrichtung des Unternehmens
vor. Aus den Leitwerten lassen sich ethische Leitlinien für konkretes
Unternehmenshandeln ableiten, insbesondere durch Selbstverpflichtungen und
Orientierungen im Umgang mit den verschiedenen Stakeholdern des
Unternehmens. Ein Code of Conduct wiederum gibt der Orientierung für den
Umgang der Unternehmensangehörigen miteinander und mit externen Partnern
vor, kann aber auch konkrete Richtlinien für spezifische, etwa integritätsrelevante
Fragen umfassen (z.B. Umgang mit Interessenskonflikten, Bestechung
etc.).
Das so angelegte integrative Wertemanagement vereint also
Diagnostik und Orientierung. Von der Art und Weise der Entwicklung dieser
Grundlagen können bereits entscheidende Signale und Impulse zur Stiftung
von Gemeinsamkeit und zur Schaffung eines Zusammengehörigkeitsgefühls
ausgehen. Deshalb empfiehlt es sich, im Zuge eines Mergers &
Acquisitions-Prozesses, die Inhalte von Vision, Leitbild und Code of
Conduct möglichst partizipativ zu entwickeln und Mitarbeiter aus beiden
Unternehmen gleichermaßen einzubeziehen. Auch die Maßnahmen zur
anschließenden Kommunikation und Implementierung dieser Orientierungen können
ganz gezielt zur Integrationsförderung und gemeinsamen Identitätsentwicklung
genutzt und entsprechend gestaltet werden – zum Beispiel durch
gemeinsame Social Events (Betriebsfeiern, Messen, Tagungen etc.) oder
durch spezielle Cultural Events, bei denen die neuen Werte und
Orientierungen auch künstlerisch umgesetzt oder inszeniert werden (durch
Theater, Musik, Kunst), durch Ikonisierung und Symbolisierung – vor
allem aber durch die Institutionalisierung dialogischer und kommunikativer
Maßnahmen (Mitarbeiterzeitung, Chat-Foren im Intranet, „Feedback-Briefkästen“,
durch Einrichtung regelmäßiger Gesprächs- und Diskussionskreise
abteilungsspezifisch und/oder unternehmensübergreifend etc.)
Zu einem erfolgreichen Wertemanagement gehört darüber
hinaus im Anschluss an diese einführenden Maßnahmen ein umfassender
Implementierungsprozess, der sicherstellt, dass die formulierten
Orientierungen Eingang in das tägliche Handeln finden und fester
Bestandteil der gelebten Unternehmenskultur werden. Besonders in und unmittelbar nach der Einführungsphase muss
deutlich werden, dass die Werte und Orientierungen aus Vision, Leitbild
und Code of Conduct auch tatsächlich Entscheidungen und Verhaltensweisen
beeinflussen und als Maßstab der Erfolgs- und Leistungsbewertung
insbesondere von Führungskräften fungieren. Entscheidend dafür ist,
dass auch die Geschäftspolitik, sämtliche Policies & Strategies des
– im Fusionsfall nun ohnehin neu auszurichtenden – Unternehmens mit
den formulierten Werten und Orientierungen übereinstimmen respektive
darauf abgestimmt werden. In der Konsequenz müssen die „Corporate
Values & Principles“ auch zur Grundlage aller relevanten Führungs-
und Managementinstrumente (z.B. Balanced Score Cards) werden und Eingang
finden in bereits vorhandene Managementsysteme (z.B. TQM), insbesondere
aber in alle relevanten Personalmanagementprozesse (vom Recruitment und
der Einführung neuer Mitarbeiter über Assessment und
Management-Entwicklung bis hin zur Konzeption spezieller
Trainings und Schulungen als fester Bestandteil der Personalentwicklung). Unter dem Strich geht
es darum, Maßnahmen, Instrumente und Prozesse zu etablieren, die für
eine kontinuierliche Umsetzung und Einhaltung der Werte und daraus
abgeleiteten Inhalte sorgen, bis hin zur Etablierung von Controlling-Maßnahmen,
die in regelmäßigen Abständen den Umsetzungserfolg, insbesondere die
Auswirkungen auf die Unternehmenskultur evaluieren und die Einhaltung
durch die Unternehmensangehörigen überprüfen. Nur unter diesen
Voraussetzungen eines umfassenden WerteMANAGEMENTS im eigentlichen Sinn können
„Shared Values" die beschriebene positive Wirkung für die
Entwicklung einer neuen, gemeinsamen Identität und Unternehmenskultur
entfalten. Wo solche Maßnahmen
ausbleiben, wird es schwer sein, die Verbindlichkeit der neuen Ausrichtung
glaubwürdig zu vermitteln. Gerade bei der Formulierung und Kommunikation
eines auch ethisch-relevanten Anspruchs wie im Falle eines Wertekodex oder
Code of Conduct kann sich diese Reaktion aber als fatal erweisen. Denn im
nächsten Schritt entsteht nicht nur intern schnell der Verdacht, das
Unternehmen habe sich damit lediglich ein hübsches „Feigenblatt"
zugelegt. Dass dieser Verdacht
auch im Zuge einer Fusion entstehen kann, bei der ein „ethisch
orientiertes" Unternehmen im Vorfeld seinem Wunschkandidaten offenbar
nicht eindringlich genug die „Gretchenfrage" gestellt hat, möge
das abschließende Beispiel veranschaulichen: Bei der Fusion von
GlaxoWellcome war man von der oben beschriebenen Einsicht getragen
gewesen, dass gemeinsame Werte und Verhaltensstandards für ein
erfolgreiches Zusammenwachsen zu einem neuen Unternehmen zentral sind: Im
Zuge des Integrationsprozesses hatte der neu entstehende Pharmakonzern
einen Code of Conduct (Verhaltens- und Wertekodex) entwickelt, der im
Rahmen eines umfassenden Ethik- und Wertemanagementsystems implementiert
wurde. Vorrangiges Ziel dabei war es, sicherzustellen, dass sich alle
Unternehmen der Gruppe in allen Ländern den gleichen ethischen Standards
bei der Entwicklung und dem Vertrieb ihrer Produkte verpflichtet wissen. Bei der folgenden
Fusion mit SmithKline allerdings, hatte man offensichtlich den
ethisch-kulturellen Aspekt der „Due Diligence" außer acht
gelassen, zumindest war GlaxoWellcome nicht mit der nötigen, sprich
„geschuldeten Sorgfalt" bei der Prüfung des Fusionskandidaten
SmithKline vorgegangen: Der kurz nach vollzogener Fusion in Deutschland
aufgedeckte Bestechungsskandal hatte nun natürlich auch imageschädigende
Auswirkungen auf den Namen „Glaxo" - für die Unternehmensangehörigen,
die sich zuvor als Mitarbeiter von GlaxoWellcome für die Umsetzung und
Einhaltung ihres Ethik-Kodex stark gemacht hatten, haben diese Vorkommnisse sicherlich nicht dazu
beigetragen, die Identifikation mit dem neuen Unternehmen „GlaxoSmithKline"
zu fördern. Literatur Beyes, T. (1999): CI
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Deutschland und der Schweiz, 2. Aufl., Bern et al., 1999 United States Sentencing Commission (USSC) (1991): Supplementary Report
on Sentencing Guidelines for Organizations (August 30,1991)
1 Vgl. FAZ, 23.05.02 2 Vgl. FAZ,
13.06.02 3 Beyes(1999), S. 333 4
Vgl. Wieland (1993), S. 19-27 5
Financial Times Deutschland, 18.06.02 6
Vgl. USSC (1991); USSC (1994) 7 Vgl. Wieland
(1993), S. 12f., 26f., 82-86 !
8 Vgl. Kleinfeld (l999)
9 Vgl. Friedman (1970) 10 Suchanek (2001), S.
104 11 Vgl. Schlegel (2002) 12 Vgl. Homann (1994) 13 Vgl. Ulrich (1998) 14 Vgl. Kleinfeld (1999) 15 Heinz Fischer, Bereichsvorstand Personal Deutsche Bank AG, Frankfurt URL dieser Seite: |
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