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Dokument-Info:
Autor: Leserbriefe
Quelle: Die WELT, 04.09.2002, S. 7
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CI und Unternehmensethik
Persona Oeconomica
Emotionale und soziale Intelligenz
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Fetisch Ökonomismus

Zwei Leserbriefe zum Artikel: „Fetisch Ökonomismus“ von Roland Bickmann, WELT vom 30. August

Der Analyse von Roland Bickmann zum herrschenden Geist des Ökonomismus kann nur zugestimmt werden. Mit dem Kosten/Nutzen-Kalkül des viel beschworenen „homo oeconomicus“ lassen sich angeblich alle Probleme lösen. Dahinter steckt eine wissenschaftliche Schule, die sich auf den Nobelpreisträger Gary S. Becker beruft und sich entblößend „Ökonomischer Imperialismus“ nennt. Sie beherrscht das Denken an zahlreichen wirtschaftswissenschaftlichen Lehrstühlen und bekennt sich offen zu ihrem Ziel, Ethik durch Ökonomik zu ersetzen. Demokratie gilt danach als Kostensenkungsverfahren. Es reicht nicht, wie Bickmann es zu Recht tut, diese Entwicklung an den Pranger zu stellen. Wenn das Effizienzdenken nicht Ziel, sondern notwendiges Mittel sein soll, so muss nach dem alternativen Ziel gefragt werden. Dies könnte in der Humanität gesehen werden. Wirtschaftliches Handeln soll doch den Menschen dienen und nicht umgekehrt. Demnach könnte ein Menschenbild der grundgesetzliche Maßstab (vgl. Art. I GG) sein, der jedes effiziente Denken erst dann legitim sein lässt, wenn es human ist.
(Autor: Elmar Nass, 52062 Aachen)

  

Herrn Roland Bickmann möchte ich widersprechen. Eine solide Ökonomie ist ein großer Teil des Ethikbereiches – und davon ist unser Staat sehr weit entfernt. Unser Volk kennt den Preis seiner Wohlfahrt im Prinzip nicht. Eine große Zahl von Gutmenschen mit treuem Blick veranlasst dramatisch hohe Rechnungen zu Lasten des Volkes (damit sie gewählt werden und gut verdienen). Die Lage wird für unsere Scheindemokratie daher langsam, aber sicher bedrohlich. Allerdings muss man auch sehen, dass es sehr bequem ist, sich nicht mit der „bösen“ Ökonomie auseinander setzen zu müssen. Trotzdem hoffe ich, wie wir alle, dass es am Ende gut ausgeht. In diesem Sinne. (Autor: Julius Manfred Schwenzner, 48485 Neuenkirchen über Rheine)

 

Kompletter Artikel: Fetisch Ökonomismus

 

 


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