Hamburg,
09. Oktober 2000
Cultural Due Diligence - ein
neues Beratungsfeld der Bickmann & Collegen Unternehmensberatung
Fusionen
allerorten, es gibt derzeit beinahe mehr Unternehmen, die fusionieren,
als solche, die es lassen. Manch einer sollte es aber dennoch lieber
lassen – zumindest, ohne nicht vorher gründlich zu prüfen, ob die
fusionierenden Unternehmen überhaupt zueinander passen. Grundsätzlich
spricht nichts gegen Unternehmensfusionen (Mergers & Acquisitions).
Gute Gründe für den derzeitigen "Fusionswahn" gibt es
viele, von der Unternehmens- wertsteigerung über die Sicherung der
globalen Wettbewerbsfähigkeit bis hin zur Risikostreuung durch
diversifizierte Portfolios. Alles gute Gründe. Leider entspricht die
Realität des "neuen" Unternehmens jedoch oft nicht den
Erwartungen, und über die Hälfte aller Fusionen
scheitern rundweg. Es ist eben nicht so einfach, zwei Unternehmen
kurzerhand zu einem großen zusammenzuschließen. Vielmehr gilt die
u.a. von Dr. W. Wiedeking, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG,
formulierte Einsicht: "Man muss die unterschiedlichen Kulturen,
Sprachen und Organisationsformen der Unternehmen
zusammenbringen." "Kultur"
meint hier die Gesamtheit aller in den Unternehmen wirksamen
Basisannahmen, Normen, Werte, Denkhaltungen und Umgangsformen. Die
Kultur stellt somit den zentralen Erfolgsfaktor jedes gelingenden
Zusammenschlusses dar. Entsprechend müssen vor der Fusion oder der
strategischen Partnerwahl die Kulturen der beteiligten Unternehmen
gründlich analysiert werden. Im Falle zu
großer Differenzen drohen massive
Koordinationsprobleme. Orientierungslosigkeit, Motivationsrückgang
und Bürokratisierung machen sich breit und fügen dem neuen
Unternehmen großen Schaden zu. Genau
dies zu vermeiden, hat sich die Bickmann & Collegen
Unternehmensberatung in Zusammenarbeit mit dem
Sozialwissenschaftlichen Institut Schad (S.W.I.)
zur Aufgabe gemacht und ein neues Produkt entwickelt: die Cultural Due
Diligence. Dabei wird die im Mergerprozess übliche Due
Diligence ("gebührende Sorgfalt") um die kulturelle
Perspektive erweitert.
Im ersten Schritt
werden die beteiligten Unternehmenskulturen analysiert und bewertet.
Es folgt eine Abschätzung der auf der Identitäts- und Kulturebene
absehbaren Chancen und Risiken des weiteren Fusionsprozesses. Soll der
Merger weitergeführt werden, können im nächsten Schritt aus dieser
Kulturdiagnose die erforderlichen situationsadäquaten kulturellen
Lern- und Integrationsmaßnahmen entwickelt werden. Zudem wird der
Integrationsprozess durch ein kontinuierliches Integrationsmanagement
gestaltend begleitet. Idealerweise
kommt die Cultural Due Diligence sehr früh im Fusionsprozess zum
Einsatz und sichert ihn während des gesamten Verlaufs ab. Auf Grund
ihres modularen Aufbaus bietet sie ebenfalls die Möglichkeit zur
gezielten Intervention in einem sich abzeichnenden krisenhaften
Verlauf.
Die Bickmann
& Collegen Unternehmensberatung wurde 1986 von Roland U. Bickmann
in Hamburg gegründet. Consulting-Schwerpunkte
sind die Themen Corporate Identity und Corporate Culture; die
Entwicklung von Unternehmensvision, Unternehmensphilosophie und
Führungsgrundsätzen; ethisch orientiertes Management sowie
Organisationsentwicklung. Über das eigene Beraterteam und ein
Netzwerk von externen Collegialfirmen werden nach Art eines virtuellen
Unternehmens unterschiedliche Kunden aus den Branchen Internet,
Elektronik und Telekommunikation betreut. Bickmann & Collegen
engagiert sich zudem bei der European Foundation for Quality
Management (EFQM) und im Deutschen Netzwerk Wirtschaftsethik (dnwe).
Für weitere
Fragen zum Thema Cultural Due Diligence steht Ihnen Herr Rohde,
Bickmann & Collegen Unternehmensberatung, unter Tel. 040/ 525 000
22 oder per email unter curt.rohde@bickmann.de,
zur Verfügung.
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