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Hamburg, 01. Juni 1999

Bickmann & Collegen Unternehmensberatung veröffentlicht Studie zur Ad-Hoc-Organisation der Rettungsmaßnahmen
nach dem ICE-Unglück in Eschede

"Bei aller Fassungslosigkeit über das Ausmaß des Unfalles ist doch die Organisation der Rettungsmaßnahmen optimal abgelaufen", so das einhellige Urteil von Rettungskräften und Beobachtern nach dem ICE-Unglück in Eschede am 3. Juni 1998. Mit der jetzt veröffentlichten Studie "Ad-Hoc-Organisation: Erfolgsfaktoren für das Management von Netzwerken" analysiert die Bickmann & Collegen Unternehmensberatung gemeinsam mit Studenten der Wirtschaftsuniversität St. Gallen (HSG) die Charakteristika einer solchen Organisationsform.

"Es ging uns nicht um eine neuerliche Schilderung der Unfalldetails oder seiner Ursachen.", so der Mitherausgeber Roland U. Bickmann. "Vielmehr haben wir versucht, aus dem vorbildlichen Einsatz und den positiven Erfahrungen der zahlreichen Helfer allgemeine Lehren für das Management von Strukturen zu ziehen, die, ähnlich dem ‚Rettungsnetzwerk‘ in Eschede, unter höchstem Druck und quasi aus dem Stand heraus funktionieren müssen."

Virtuelle Unternehmen und netzwerkähnliche Organisationsformen gelten als geeignete Antwort auf die Herausforderungen, mit denen sich unsere Wirtschaft im Zeitalter der Globalisierung konfrontiert sieht. Die Dynamik der Märkte verlangt nach höchster Flexibilität und permanenter Improvisation. Anstelle des hergebrachten Organisationsdesigns setzen Unternehmen nunmehr auf die sogenannte Ad-Hoc-Organisation, ein projektabhängiges System eigenständiger Einheiten, deren Anzahl, Aufgabenstellung und Zusammenarbeit sich im zeitlichen Verlauf ständig ändern kann.

"Die direkte Kommunikation abseits aller Hierarchien, die Delegation von Verantwortlichkeiten und das informelle Zulassen von Hilfe und Mitarbeit waren wichtige Motivationsfaktoren", hieß es nach dem Unglück von Seiten der Helfer. Wohl gab es eine zentrale Koordinationsstelle für die Rettungsmaßnahmen, wohl blieben die Strukturen innerhalb der beteiligten Einheiten erhalten, entscheidend aber war die Anwendung des Subsidaritätsprinzips und die wechselseitige Anerkennung von Kompetenzen.

Für netzwerkartige Organisationsformen, auch wenn sie nicht unter Katastrophenbedingungen operieren müssen, lassen sich vier entscheidende Erfolgsfaktoren ableiten: (1) Die Bewahrung und Nutzung vorhandener Strukturen in den teilnehmenden Organisationseinheiten steigert die Prozeßgeschwindigkeit. (2) Eine zentrale Koordinierung der Richtungsentscheidungen ist notwendig, sollte aber zugleich den einzelnen Organisationseinheiten maximale Improvisationsfreiräume gewähren. (3) Die Zusammenarbeit in einer Netzwerkorganisation stellt hohe Ansprüche an die Delegationsbereitschaft, Vertrauensfähigkeit und soziale Kompetenz aller Beteiligten. (4) Kommunikation ist das A und O dieser Organisationsform – zentrale Kommunikation von oben nach unten, direkte Kommunikation unter allen Beteiligten und nicht zuletzt informelle Kommunikation in allen Richtungen.

Die Studie "Ad-Hoc-Organisation: Erfolgsfaktoren für das Management von Netzwerken" ist gegen eine Schutzgebühr von 65,- DM (inkl. MwSt., plus 5,- DM Versand) bei der Bickmann & Collegen Unternehmensberatung in Hamburg erhältlich. Alle durch den Verkauf erzielten Einnahmen werden an die "Opferhilfe Eschede" weitergeleitet. Bestellungen über Tel.: (040) 89 71 25 0, Fax.: (040) 89 71 25 55, e-mail: mail@bickmann.de. Weitere Informationen im Internet unter http://www.bickmann.de.

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Kontakt:
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